Monomorium bicolor
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Description
Monomorium bicolor
Monomorium bicolor ist eine afrikanische Art mit hervorragenden Anpassungsfähigkeiten und einer äußerst interessanten Sozialbiologie. Sie ist eine ideale Wahl für Halter, die eine Art mit einer massiven Wachstumsrate suchen, die gleichzeitig sehr einfach zu pflegen ist. Ihre zweifarbige Färbung und ihre ununterbrochene hohe Aktivität das ganze Jahr über machen sie zu einem faszinierenden Beobachtungsobjekt für jeden Myrmekologen.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunft | Subsahara-Afrika |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach |
| Größe | Königin: 4-5 mm | Arbeiterinnen: 2-3 mm | Soldaten: keine |
| Färbung | Schwarz-rot / orange |
| Ernährung | Honig und Proteinfutter (Futterinsekten) |
| Temperatur | 24-30°C |
| Winterruhe | Keine |
| Empfohlene Formikarien | 3D-Druck, Acryl, Erde |
Eigenschaften und Vorkommen
Diese Art stammt aus den offenen Savannen und halbtrockenen Gebieten Subsahara-Afrikas. Sie zeichnet sich durch außergewöhnlichen Opportunismus und eine große Fähigkeit zur Synanthropie aus. Sie passt sich erfolgreich in städtischen und landwirtschaftlichen Gebieten Afrikas oder des Nahen Ostens an. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Schwankungen der räumlichen Bedingungen und der Bodenverhältnisse führt dazu, dass sie in der Haltung viele Fehler verzeiht. Dies minimiert das Risiko, die Kolonie zu verlieren.
Das Markenzeichen von Monomorium bicolor ist ihr attraktives Aussehen. Diese Art besticht durch einen glänzenden schwarzen Hinterleib, der hervorragend mit dem feuerroten Kopf und Thorax kontrastiert. Ein auffälliges Merkmal, das man bei gewöhnlichen verwandten Schädlingen wie der Pharaoameise (M. pharaonis) nicht findet, ist ein sichtbarer Territorialismus kombiniert mit Aggression bei der Abwehr von Eindringlingen aus dem eigenen Revier.
Biologie, Polygynie und Exponentielles Wachstum
Die Grundlage für den gigantischen Fortpflanzungserfolg und das Beobachtungspotenzial in der Haltung dieses Taxons ist das Phänomen der extremen Polygynie, verstärkt durch die Fortpflanzung innerhalb des Nestes.
- Extreme Polygynie: In einer entwickelten Kolonie koexistieren harmonisch Dutzende bis Hunderte von fruchtbaren Königinnen. Unter Haltungsbedingungen kann diese Zahl sogar mehrere Tausend erreichen. Dies garantiert ein rasantes Wachstum auf Zehntausende von Ameisen in nur wenigen Saisons.
- Inzuchtvermehrung: Die Art hat tödlich riskante Hochzeitsflüge reduziert. Frisch geschlüpfte junge Königinnen und Männchen paaren sich sicher im Inneren des Nestes. Junge Königinnen integrieren sich sofort mit ihren Müttern und schließen sich der Reproduktionsmaschine an. Ein evolutionäres System der "genetischen Reinigung" hat schädliche Inzuchtmutationen aus dem Genpool eliminiert. Dank dessen führt die ständige Kreuzung eng verwandter Individuen innerhalb des Nestes nicht zu einer Schwächung der Kolonie oder zum Auftreten genetischer Defekte, wie es bei den meisten anderen Tieren der Fall ist.
- Keine Winterruhe: Der unermüdliche biologische Antrieb das ganze Jahr über ohne Überwinterungsanforderungen bedeutet für den faszinierten Beobachter einen ununterbrochenen Einblick in das dynamische Innenleben des Nestes.
Ernährung: Zucker, Protein und Jagd
Diese Art ist ein absoluter Polyphag und opportunistischer Aasfresser. In freier Wildbahn schützen sie in der Regel die Zuchten honigtauproduzierender Blattläuse in den Baumkronen, um Kohlenhydrate in das Zentrum des Untergrunds zu bringen. Sie beseitigen auch Trümmer und tote Larven aus der Umgebung.
In einem geschlossenen System verlassen sie sich auf eine einfache Basis, die Kohlenhydrate liefert (zum Beispiel natürliche Honige), welche die Arbeiterinnen antreibt. Eine so große Anzahl von Königinnen, die ständig Hunderte von Eiern produzieren, führt zu einem enormen Proteinbedarf der Kolonie. Diese Ameisen zeichnen sich durch einen außergewöhnlichen Appetit aus. Nach der Fütterung werden Tausende von Arbeiterinnen das gejagte Stück vollständig bedecken. Aufgrund des filigranen Kalibers des Griffs ihrer Chitinmandibeln ist die effektivste Form die Verwendung von Pre-Killing und das Servieren von zerkleinerten Opfern mit einer durchbrochenen Chitinbarriere (aufgeschnittene Käfer- und Schabenlarven).
Wichtige Fragen zur Zuchtsicherheit
Bei der Erhaltung einer extrem vitalen Population von Monomorium bicolor hat der Ausbruchsschutz oberste Priorität. Aufgrund der mikroskopischen Größe und des in der Natur entwickelten Instinkts von jungen Königinnen, Eier zu transportieren, um neue Ecken zu besetzen (Knospung), wird eine undichte Arena schnell zur Besiedlung von häuslichen Heizsystemen für den Winter führen.
Sowohl Nester als auch Arenen müssen sehr dicht sein. Wir empfehlen wärmstens unsere Formikarien und unser Zubehör. Wir haben sie an viel kleineren Ameisenarten getestet. Dadurch bieten sie eine Sicherheitsgarantie. Sie können auch problemlos eine offene Arena verwenden, vorausgesetzt, dass die oberen Kanten sorgfältig mit Talkum, PTFE oder einer anderen wirksamen Ausbruchsbarriere geschützt sind.
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