Lasiodora parahybana
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Description
Lasiodora parahybana – Der sanfte Riese aus Brasilien
Wir präsentieren Lasiodora parahybana, auch bekannt als Brasilianische Riesenvogelspinne – eine der größten und zugleich begehrtesten Vogelspinnen der Welt. Diese majestätische Spinne, die aus den feuchten Wäldern Brasiliens stammt, ist ein wahres Juwel in der Krone jeder Sammlung. Trotz ihrer beeindruckenden Größe (bis zu 25 cm Beinspannweite!) ist dies eine Art mit einem überraschend sanften Wesen, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Personen macht, die ihr Abenteuer mit der Vogelspinnenhaltung beginnen.
Ihr mächtiger Körperbau, der samtig schwarze Körper und die charakteristischen, lachsrosa Haare schaffen einen unvergesslichen Anblick. Wenn Sie davon träumen, einen wahren Koloss zu besitzen, der gleichzeitig robust und relativ einfach in der Pflege ist, ist Lasiodora parahybana die Art, die für Sie geschaffen wurde.
Warum ist Lasiodora parahybana eine außergewöhnliche Wahl?
- Wahrer Gigant: Sie ist eine der größten in der Haltung verfügbaren Vogelspinnen und rangiert knapp hinter den legendären Goliaths (Gattung Theraphosa). Ihre Anwesenheit im Terrarium erweckt Ehrfurcht und Respekt.
- Sehr schnelles Wachstum: Zu beobachten, wie sich ein kleiner Spiderling innerhalb von nur 2-3 Jahren in einen mächtigen Riesen verwandelt, bietet enorme Befriedigung. Diese Art wächst sehr schnell.
- Ruhiger Charakter: Trotz ihres bedrohlichen Aussehens und ihrer beeindruckenden Größe ist dies eine Vogelspinne mit einem sanften und vorhersehbaren Wesen. Sie nimmt selten eine Verteidigungshaltung ein und bevorzugt die Flucht oder das Abstreifen von Brennhaaren.
- Wunderbare Schauart: Im Gegensatz zu vielen versteckten Arten verbringt L. parahybana oft Zeit sichtbar und präsentiert stolz ihre Reize. Sie ist ein idealer Bewohner für ein schön eingerichtetes Terrarium.
- Außergewöhnliche Robustheit: Es ist eine sehr widerstandsfähige Art, die Anfängern kleinere Fehler verzeiht. Sie passt sich hervorragend an die Bedingungen an und verträgt Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit gut.
Temperament und Sicherheit – Was Sie wissen müssen
Der Schlüssel zum Verständnis dieser Art liegt in der Unterscheidung zwischen fehlender Aggression und Verteidigungsbereitschaft. Diese Spinne sucht keine Konfrontation, aber wenn sie provoziert wird, wird sie ohne zu zögern ihre Verteidigungsmechanismen einsetzen.
- Gift: Gilt als schwach und medizinisch unbedeutend. Die Auswirkungen eines möglichen Bisses, der extrem selten vorkommt, sind mit einem Bienenstich vergleichbar. Eine weitaus größere Gefahr ist die mechanische Beschädigung des Gewebes durch die mächtigen Giftklauen (bis zu 2,5 cm!).
- Brennhaare: Dies ist der Haupt- und sehr gerne eingesetzte Verteidigungsmechanismus. Diese Art zögert nicht, eine Wolke sehr stark reizender Haare (Typ I und III) von ihrem Abdomen abzustreifen. Sie können intensiven Juckreiz, Hautausschlag und Blasen verursachen. Der Kontakt mit Haut, Augen und Atemwegen muss unbedingt vermieden werden. Bei allen Arbeiten im Terrarium wird das Tragen von Handschuhen empfohlen.
- Verteidigungshierarchie: Die Spinne wählt normalerweise die Flucht oder das Abstreifen von Haaren. Drohgebärden und ein Biss sind die absolute letzte Instanz.
- Handhabung: Aufgrund der sehr reizenden Brennhaare und des potenziell schmerzhaften (wenn auch ungefährlichen) Bisses wird kategorisch davon abgeraten, diese Art auf die Hand zu nehmen.
Haltung im Terrarium – Ein vollständiger Leitfaden
Terrarium – Eine horizontale Festung für den Riesen
Für eine bodenbewohnende Art lautet die Schlüsselregel: Das Terrarium sollte deutlich breiter als hoch sein. Für ein erwachsenes Tier sind die idealen Maße 40x30x30 cm oder größer. Eine gute und solide Belüftung ist unerlässlich (sie kann Aluminiumgaze durchbeißen!).
Das wichtigste Element ist die Tiefe des Bodengrunds. Es sollte eine Schicht aus Kokosfasern oder Torf von mindestens 10-15 cm Dicke vorhanden sein. Dies ermöglicht der Spinne das Graben, was Stress reduziert und die mögliche Fallhöhe drastisch verkürzt.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit – Simulation des Atlantischen Waldes
- Temperatur: Der optimale Bereich liegt bei 24-28°C. Sie kommt gut mit normaler Raumtemperatur zurecht.
- Luftfeuchtigkeit: Sollte 65-80% betragen. Die beste Methode ist, das Substrat feucht zu halten (insbesondere in den unteren Schichten) und ständigen Zugang zu einer Wasserschale zu gewährleisten. Dies ermöglicht die Schaffung eines Feuchtigkeitsgradienten.
Lasiodora parahybana in Kürze
| Wissenschaftlicher Name | Lasiodora parahybana |
| Trivialname | Brasilianische Riesenvogelspinne |
| Herkunft | Brasilien (Bundesstaat Paraíba) |
| Lebensweise | Bodenbewohnend, opportunistisch grabend |
| Giftstärke | Schwach |
| Temperament | Ruhig, aber scheu; streift gerne Haare ab |
| Brennhaare | Ja, sehr stark reizend (Typ I und III) |
| Lebenserwartung | Weibchen 15-20 Jahre, Männchen 3-6 Jahre |
| Endgröße | bis zu 25 cm Beinspannweite (ausnahmsweise bis zu 30 cm) |
| Schwierigkeitsgrad | Anfänger / Mittelstufe |
Lasiodora parahybana ist eine ideale Art für den selbstbewussten Anfänger oder den mittelstufigen Halter, der seine erste "gigantische" Vogelspinne besitzen möchte. Unter Einhaltung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen (insbesondere gegenüber den Brennhaaren!) wird sie zum Stolz und Juwel jeder Sammlung.
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