Vitalius chromatus (ex. Nhandu chromatus)
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Description
Vitalius chromatus (ex. Nhandu chromatus) - Spektakuläre Brasilianische Rotschopf-Vogelspinne mit riesigem Appetit
Vitalius chromatus ist zweifellos eine der spektakulärsten bodenbewohnenden Vogelspinnen der Neuen Welt, die einen kreideweißen Carapax mit samtigem Schwarz der Beine, schneeweißen Streifen und einer rubinroten Behaarung auf dem Abdomen vereint. Dieses Tier ist ideal für ein Terrarium als Schautier geeignet – im Gegensatz zu vielen heimlich lebenden Arten verbringt die Spinne die meiste Zeit stolz im sichtbaren Bereich, und ihr kompromissloser Appetit sowie blitzschnelle Angriffe garantieren bei jeder Fütterung ein unvergleichliches Schauspiel. Für jeden Terrarianer, dessen Ziel die Haltung von Vogelspinnen mit respekteinflößender Erscheinung ist oder der eine spektakuläre Vogelspinne für den Einstieg sucht, ist die Brasilianische Rotschopf-Vogelspinne der absolute Favorit.
- Spektakuläre Färbung: Kontrastierender kreideweißer Carapax, doppelte weiße Längsstreifen auf Tibien und Patellen sowie eine feuerrote Behaarung des Abdomens.
- Maximale Zeigefreudigkeit: Eine aktive bodenbewohnende Vogelspinne, die sich gerne außerhalb ihres Verstecks präsentiert und das Gehege durchstreift.
- Phänomenaler Appetit: Blitzschnelle Jagdreaktion auf jede Bewegung von Futterinsekten (enorme Fresslust, die eine problemlose Aufzucht ermöglicht).
- 100% legal und frei von Bürokratie: Keine CITES-Beschränkungen – der Kauf erfordert weder behördliche Meldungen noch Herkunftsnachweise.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Vitalius chromatus (Schmidt, 2004) / Nhandu chromatus Schmidt, 2004 |
| Trivialnamen | Brasilianische Rotschopf-Vogelspinne, Weißband-Vogelspinne, Brazilian Red and White |
| Herkunft | Nordost-Brasilien (trockene Cerrado-Savannen und halbtrockene Caatinga-Wälder) |
| Endgröße | Weibchen: 16-18 cm Beinspannweite (7-8 cm Körperlänge), Männchen: 14-16 cm Beinspannweite |
| Lebenserwartung | Weibchen bis zu 15-20 Jahre, Männchen ca. 2-3 Jahre (1-2 Jahre nach der Reifehäutung) |
| Temperatur | 25-28°C am Tag (optimal 26°C), 21-24°C in der Nacht (tägliche Nachtabsenkung) |
| Luftfeuchtigkeit | 65-75% (Feuchtigkeitsgradient: feuchte Ecke um den Wassernapf, trockene Höhlenkammer) |
| Endterrarium | Horizontal 30x30x25 cm mit dicker Bodengrundschicht (mind. 8-10 cm) |
| Giftigkeit | Schwaches Gift ohne gefährliche Neurotoxine (vergleichbar mit einem Wespenstich, sicher bei Handhabung mit Pinzette) |
| Brennhaare | Aktive Brennhaare vom Typ I und III auf dem Abdomen (passive Verteidigung) |
| CITES-Status | Keiner (nicht meldepflichtig, frei von behördlichen Formalitäten) |
| Schwierigkeitsgrad | Für Einsteiger mit Grundkenntnissen oder Fortgeschrittene |
Variantenauswahl und die ersten Schritte mit dem gewählten Entwicklungsstadium
In unserem Shop umfasst das Sortiment an lebenden Tieren das gesamte ontogenetische Spektrum – je nach aktueller Verfügbarkeit bieten wir sowohl junge Spiderlinge (L1-L4 in sicheren Transportdosen), Halbwüchsige als auch adulte Exemplare an. Unabhängig von der gewählten Variante aus der Liste wird jede Vogelspinne unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards verpackt.
Wissenswertes über die Entwicklung der Jungtiere (L1-L4): Junge Vogelspinnen in den Stadien L1-L3 weisen eine Beinspannweite von 5 bis 8 mm auf und besitzen eine einheitliche, grau-braune Tarnfärbung. Ihren spektakulären, kreideweißen Carapax sowie die kontrastreichen Streifen auf den Beinen beginnen sie allmählich ab dem Stadium L4-L5 zu zeigen (wenn sie eine Größe von über 1-1.5 cm erreichen), um mit jeder weiteren Häutung das endgültige, intensiv gefärbte Adultkleid anzunehmen.
Die ersten 48 Stunden nach Erhalt des Pakets – je nach gewähltem Stadium:
- Ruhephase bei Raumtemperatur (20-22°C): Unabhängig von der Größe der Vogelspinne stellen Sie den Behälter nach dem Auspacken an einen ruhigen, schattigen Ort bei normaler Raumtemperatur (20-22°C). Lassen Sie das Tier 24 Stunden lang vollkommen in Ruhe, um den Transportstress abzubauen. Wichtig: Stellen Sie den Behälter keinesfalls direkt auf eine Heizmatte oder unter eine Wärmelampe – eine erhöhte Temperatur kurbelt den Stoffwechsel unnötig an und verstärkt den Stress der erschöpften Spinne.
- Vorgehensweise bei Jungtieren (L1-L3): Der Spiderling sollte zunächst in der kleinen Transportdose mit leicht feuchtem Bodengrund verbleiben. Der begrenzte Raum erleichtert das Finden von Nahrung und vermittelt Sicherheit. Nach Ablauf von 24 Stunden bieten Sie dem Tierchen ein einzelnes, winziges Beutetier wie Schokoschaben-Brut (Shelfordella lateralis) (2-3 mm) an, abgestimmt auf die Größe seines Abdomens.
- Vorgehensweise bei Halbwüchsigen (L4-L8): Eine Vogelspinne mit einer Spannweite von einigen Zentimetern zieht in eine kleine Aufzuchtdose (z. B. Braplast-Dose) um. Nach einem Ruhetag bieten wir ihr ein entsprechend größeres Futterinsekt an (z. B. Schokoschaben von 4-8 mm oder kleine Heimchen).
- Vorgehensweise bei adulten Exemplaren (Weibchen oder Männchen): Eine große Vogelspinne wird behutsam in das vorbereitete horizontale Terrarium gesetzt. Geben Sie ihr 24-48 Stunden Zeit, um das Gehege zu erkunden und sich in einer Höhle aus Korkrinde einzurichten. Die erste Fütterung mit einem ausgewachsenen Futtertier (z. B. einer Schabe oder einem Heimchen) erfolgt erst, wenn die Spinne ihren Unterschlupf sicher bezogen hat.
Welches Terrarium und welche Bedingungen für Vitalius chromatus für den Start?
Für ein adultes Exemplar von Vitalius chromatus ist ein horizontales Terrarium mit den Mindestmaßen von 30x30x25 cm, einer effektiven Belüftung und einer dicken Bodengrundschicht (8-12 cm) optimal. Junge Spiderlinge (L1-L3) werden in kleinen Dosen aufgezogen, Halbwüchsige in Behältern mit 250-500 ml Volumen, wobei die Behausung mit fortschreitenden Häutungen schrittweise vergrößert wird.
Diese Art entwickelte sich in den sonnenverbrannten Cerrado-Savannen sowie in den Dornwäldern der Caatinga im Nordosten Brasiliens. In der Natur sucht sie Schutz vor Hitze in tiefen Erdspalten oder verlassenen Nagetierbauten. Aus diesem Grund ist im heimischen Terrarium eine dicke Schicht leicht angedrückten Bodengrunds (eine Mischung aus Kokosfaser mit Torf oder Terrarienerde) unverzichtbar, die es der Spinne erlaubt, ihren Grabtrieb auszuleben, und die gegrabenen Röhren stabil hält.
Besonders entscheidend ist die horizontale Ausrichtung des Terrariums. Eine massige, bodenbewohnende Vogelspinne kann Stürze aus der Höhe nicht sicher abfedern – in einem zu hohen Becken könnte ein Klettern an den Scheiben zu lebensgefährlichen Verletzungen führen. Im Terrarium nutzen wir einen sogenannten Feuchtigkeitsgradienten: Regelmäßig befeuchtet wird ausschließlich eine Ecke des Beckens rund um den Wassernapf (wo sich feuchtigkeitsspeicherndes Sphagnum-Moos exzellent bewährt), während der restliche Bodengrund und die Höhle vollkommen trocken bleiben.
Womit füttert man Vitalius chromatus und wie plant man die Ernährung?
Goldene Regel für die Futtergröße: Die Größe des Futterinsekts sollte 50% bis maximal 100% der Länge des Abdomens der Spinne betragen. Junge Spiderlinge werden alle 2-3 Tage gefüttert, Halbwüchsige einmal pro Woche und adulte Vogelspinnen alle 10-14 Tage, wobei stets ein Schälchen mit frischem Wasser zur Verfügung stehen muss.
Das Futterspektrum wächst harmonisch mit der Entwicklung der Vogelspinne:
- Junge Spiderlinge (Stadium L1-L2): Wir füttern kleinste Schokoschaben-Brut (Shelfordella lateralis, 2-3 mm) oder Fruchtfliegen.
- Halbwüchsige (Stadium L3-L5): Erhalten herangewachsene Schokoschaben (4-8 mm) oder kleine Heimchen.
- Größere Halbwüchsige (Stadium L6-L8): Nehmen mittelgroße Schokoschaben, Heimchen oder junge Argentinische Waldschaben (Blaptica dubia, 1-1.5 cm) an.
- Adulte Tiere (Weibchen und Männchen): Werden mit großen Argentinischen Waldschaben (Blaptica dubia), adulten Schokoschaben oder adulten Heuschrecken gefüttert.
Die Brasilianische Rotschopf-Vogelspinne ist ein wahrer „Futterinsekten-Staubsauger“. Sie zeigt eine enorm ausgeprägte Fresslust und Jagdreaktion (Feeding Response) – sie nimmt selbst feinste Vibrationen des Bodengrunds über spezialisierte Sinnesorgane (Spaltsinnesorgane und Trichobothrien) wahr und überwältigt die Beute blitzschnell. Dieses Schauspiel ermöglicht es, faszinierende und spannende Raubtier-Verhaltensweisen direkt im heimischen Terrarium aus nächster Nähe zu beobachten.
Eiserne Häutungsregel (Vorhäutungsphase): Wenn Sie bemerken, dass die kahle Stelle auf dem Abdomen der Spinne sich dunkelgrau bis tiefschwarz verfärbt hat und die Vogelspinne die Nahrungsaufnahme verweigert, steht die Häutung unmittelbar bevor. Entfernen Sie in diesem Stadium ausnahmslos alle Futterinsekten aus dem Behälter! Nach der Häutung müssen Sie mindestens 7-10 Tage (bei adulten Tieren 14 Tage) warten, bis die Beißklauen vollständig ausgehärtet sind, bevor Sie wieder Nahrung anbieten.
Die häufigsten Haltungsfehler und wie man sie vermeidet
Selbst robuste und widerstandsfähige Vogelspinnen erfordern die Einhaltung grundlegender Haltungsparameter. Vermeiden Sie die folgenden Fehler, um sich an einer gesunden und langlebigen Spinne zu erfreuen:
- Überwässerung des Bodengrunds und fehlende Trockenzone: Das Terrarium in ein nasses Moor zu verwandeln, ist die häufigste Ursache für Schimmel- und Milbenbildung. Vitalius chromatus benötigt einen Feuchtigkeitsgradienten: Der Bodengrund wird ausschließlich in einer Ecke um den Wassernapf befeuchtet, während die Wohnhöhle und das restliche Terrarium vollständig trocken bleiben.
- Zu hohes Terrarium ohne ausreichende Bodengrundschicht: Als schwere Boden-Vogelspinne kann das Tier beim Klettern an der Glasscheibe abstürzen und sich lebensgefährlich am Abdomen verletzen. Das Terrarium muss horizontal ausgerichtet sein und eine dicke Schicht Bodengrund (mindestens 8-10 cm) aufweisen, die einen eventuellen Absturz sanft abdämpft.
- Belassen lebender Insekten während der Häutung: Ein über Nacht im Behälter belassenes Heimchen oder eine Schabe kann die völlig wehrlose Spinne während des Abstreifens der alten Haut schwer verletzen. Wird das Futterinsekt nicht innerhalb von 24 Stunden erbeutet oder zeigt die Spinne Anzeichen einer Häutung, nehmen Sie das Insekt umgehend aus dem Gehege.
- Fehlende Disziplin und der Versuch, die Spinne auf die Hand zu nehmen: Vogelspinnen sind reine Anschauungstiere. Direkter Kontakt mit der Hand verursacht extremen Stress und führt zum Abstreifen juckender Brennhaare. Führen Sie alle Pflege- und Reinigungsarbeiten im Terrarium ausschließlich mit einer langen Terrarienpinzette durch.
Klicken zum Aufklappen: Taxonomischer Rahmen, Günter Schmidt und der Status restauratus von Nhandu chromatus
Diese Art weist eine faszinierende systematische Geschichte auf. Sie wurde im Jahr 2004 vom deutschen Arachnologen Günter Schmidt unter dem Namen Nhandu chromatus wissenschaftlich erstbeschrieben. Schmidt bezeichnete sie aufgrund der verblüffenden Ähnlichkeit der Beinzeichnung als „Doppelgänger“ von Acanthoscurria geniculata, wies jedoch signifikante Unterschiede im Bau des Stridulationsapparates und der Geschlechtsorgane nach. Im Jahr 2023 überführte der brasilianische Taxonom Rogério Bertani die Art anhand morphologischer Revisionen in die Gattung Vitalius. Im Jahr 2026 wies jedoch ein Forscherteam (Sherwood, Gabriel, Peñaherrera-R., Brescovit, Lucas) in der Fachzeitschrift Arachnology das Fehlen wesentlicher Synapomorphien der Gattung Vitalius nach und stellte den offiziellen Status restauratus des Namens Nhandu chromatus im World Spider Catalog (WSC) wieder her. Aufgrund langjähriger terraristischer Tradition werden im Handel beide Bezeichnungen synonym verwendet.
Wie unterscheidet man die Art von Acanthoscurria geniculata?
- Carapax: Bei Vitalius chromatus ist dieser kreideweiß mit hellen Chelizeren, während er bei Acanthoscurria geniculata samtig schwarz mit weißem Randsaum ist.
- Beinstreifen: Vitalius chromatus besitzt doppelte, weiße Längsstreifen entlang der Patellen und Tibien, wohingegen Acanthoscurria geniculata breite, weiße Querbinden an den Gelenken („weiße Knie“) aufweist.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Klicken zum Aufklappen: Ist das Gift von Vitalius chromatus für den Menschen gefährlich?
Nein. Das Gift von bodenbewohnenden Vogelspinnen der Neuen Welt ist schwach und frei von Toxinen, die die menschliche Gesundheit oder das Leben gefährden. Bei einem versehentlichen Biss sind die Symptome mit einem Wespen- oder Bienenstich vergleichbar (lokaler Schmerz, Rötung und eine leichte Schwellung bei nicht allergischen Personen). Die strikte Einhaltung der goldenen Handhabungsregel im Gehege – ausschließlich unter Verwendung einer langen Terrarienpinzette (25-30 cm) und ohne das Tier auf die Hand zu nehmen – schließt das Risiko eines Bisses vollständig aus. Daher gelten sie als sichere Terrarientiere und als bewährte Vogelspinne für Einsteiger.
Klicken zum Aufklappen: Wie verhält sich die Spinne bei Beunruhigung (Brennhaare)?
Vitalius chromatus ist ein Tier mit lebhaftem Temperament. Fühlt sich die Spinne bedrängt, zeigt sie zunächst eine eindrucksvolle Drohhaltung (aufgerichtete Vorderbeine und gespreizte Chelizeren) oder streift mit den Hinterbeinen eine Wolke feiner Brennhaare vom Abdomen ab (Bombardieren). Um Reizungen von Haut und Atemwegen zu vermeiden, beugen Sie sich bei Reinigungsarbeiten nicht direkt über das geöffnete Terrarium und waschen Sie sich nach Arbeiten im Bodengrund die Hände gründlich mit warmem Wasser.
Klicken zum Aufklappen: Erfordert der Kauf eine behördliche Meldung oder CITES-Dokumente?
Nein. Die Art Vitalius chromatus ist weder im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) noch in den Anhängen der EU-Artenschutzverordnung aufgeführt. Dies bedeutet völlige Freiheit von Bürokratie – der Kauf in unserem Shop ist zu 100% legal und erfordert weder eine behördliche Anmeldung beim Umweltamt noch tierärztliche Meldungen.
Klicken zum Aufklappen: Was sollte man für einen jungen Spiderling als Erstausstattung kaufen?
Wenn Sie einen Spiderling im Stadium L1-L3 bestellen, erhalten Sie ihn in einer belüfteten Transportdose. Für den Anfang benötigen Sie lediglich etwas Kokosfaser-Bodengrund, eine Pipette zum Befeuchten einer Ecke sowie eine Portion Schokoschaben-Brut. Wenn Sie überlegen, was man einem Spinnen- und Terraristik-Liebhaber schenken kann, ist ein solches Set mit einer jungen Brasilianischen Rotschopf-Vogelspinne eine faszinierende und preiswerte Möglichkeit, dieses Abenteuer zu beginnen.
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