Ramulus nematodes Blue
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Beschreibung
Ramulus nematodes "Blue"
Ramulus nematodes "Blue" ist einer der phänomenalsten und spezialisiertesten Vertreter der Ordnung der Gespenstschrecken. Die angebotene Linie stammt von einer isolierten Population aus der Region Khao Lak in Thailand (in der Zuchtwelt als PSG 55 bezeichnet). Diese Art ist ein Lehrbuchbeispiel für extremen Geschlechtsdimorphismus und eine wahre Rarität in den Sammlungen fortgeschrittener Halter. Die Reinheit dieser genetischen Linie zu erhalten, ist entscheidend, um die unglaubliche Färbung der Männchen zu bewahren.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Ramulus nematodes (Haan, 1842) |
| Trivialname | Keiner |
| Herkunft | Thailand (Khao Lak) |
| Größe (ohne Beine) | Weibchen bis 170 mm, Männchen bis 100 mm |
| Lebenserwartung (als Imago) | Weibchen 12 bis 14 Monate, Männchen 10 bis 12 Monate |
| Temperatur | 21 bis 26°C |
| Feuchtigkeit | 60 bis 70% |
| Schwierigkeitsgrad | Mittelschwer bis fortgeschritten |
Aussehen und Geschlechtsdimorphismus
Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind bei dieser Art drastisch. Das erwachsene Weibchen ist ein gewaltiges Insekt in Tarnfarben. Dabei handelt es sich meist um Olivgrün und Sandbraun. Es erreicht eine Körperlänge von bis zu 17 cm. Mit ausgestreckten Beinen kann die Gesamtspannweite 25 cm überschreiten. Ein charakteristisches Merkmal des Weibchens sind große Auswüchse am Kopf, die an Ohren erinnern. Sie erfüllen die Funktion der Tarnung hervorragend. Das erwachsene Männchen ist ein wahres entomologisches Phänomen. Es ist viel kleiner und extrem schlank. Nach der letzten Häutung nimmt sein Körper eine atemberaubende metallisch blaue oder tieftürkise Farbe an. Dies kontrastiert wunderbar mit den dunklen, braunschwarzen Beinen.
Haltungsbedingungen und Terrarium
Der Erfolg bei der Pflege dieser Art hängt von einer strengen Belüftung und einer ausreichenden Höhe des Behälters ab. Diese Gespenstschrecken benötigen zwingend ein vertikal ausgerichtetes Terrarium. Die Mindestmaße für eine Gruppe von 3 bis 4 Paaren sind eine Grundfläche von 40x40 cm und eine Höhe von 60 cm. Die optimale Lösung sind Netzvolieren (Aerarien) oder Terrarien mit einer kompletten Netzdecke. Diese ist für einen sicheren Halt während der Häutung unerlässlich. Staukluft bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit ist für sie tödlich. Die Luftfeuchtigkeit sollte durch Besprühen der Blätter und des Substrats auf 60 bis 70% gehalten werden. Ein direktes Besprühen der Insekten selbst ist zu vermeiden.
Ernährung
Diese Art passt sich hervorragend an das Futterangebot in unserem Klima an. Die absolute Basis der Ernährung sind Brombeerblätter, die die Insekten in jedem Entwicklungsstadium gerne fressen. Zusätzlich können Blätter von Himbeere, Stieleiche, Buche und Salal angeboten werden. Es ist extrem wichtig, das Futter ausschließlich aus sauberen Waldgebieten zu beziehen. Pflanzen, die in Blumengeschäften oder Gartencentern gekauft werden, enthalten versteckte systemische Insektizide in ihren Säften. Diese führen zum sofortigen Tod der gesamten Kolonie. Mechanisches Waschen solcher Blätter entfernt das Gift nicht.
Verhalten und Sicherheit
Diese Tiere sind nachtaktiv. Tagsüber strecken sie die Vorderbeine entlang der Körperachse aus und verharren völlig regungslos. In einer Gefahrensituation kann das Insekt den Ast loslassen und in einen Zustand der Katalepsie verfallen. Dadurch wird ein toter Zweig perfekt simuliert. Es besitzt auch die Fähigkeit zur Autotomie. Dies ist das absichtliche Abwerfen von Gliedmaßen, um einem Raubtier zu entkommen oder wenn es bei der Häutung stecken bleibt. Die Regeneration eines verlorenen Gliedmaßes ist nur bei jungen Nymphen während der folgenden Häutungen teilweise möglich. Das erwachsene Insekt bleibt dauerhaft verkrüppelt. Es handelt sich um eine Art, die ausschließlich der Beobachtung dient. Von der Handhabung wird kategorisch abgeraten.
Fortpflanzung und Inkubation
Diese spezifische genetische Linie besitzt nicht die Fähigkeit zur Parthenogenese. Die geschlechtliche Fortpflanzung und die ständige Anwesenheit von Männchen sind zwingend erforderlich, um befruchtete Eier zu erhalten. Die Weibchen werfen die Eier mit einer ruckartigen Bewegung des Hinterleibs auf den Boden des Terrariums. Die Eier ähneln flachen Samen und erfordern eine separate Inkubation in einem entsprechend vorbereiteten Behälter. Sie sollten auf entstaubtem Vermiculit platziert werden, das nur leicht feucht ist. Die Embryonalentwicklung ist ein langsamer Prozess und dauert 4 bis 5 Monate bei einer Raumtemperatur von 18 bis 25°C. Frisch geschlüpfte Nymphen sind sehr empfindlich. Unmittelbar nach dem Schlüpfen müssen sie ihren Körper mit Hämolymphe aufpumpen. Daher muss ihnen absolute Ruhe gewährt und sie in separaten Behältern fern von den schweren erwachsenen Insekten gehalten werden.
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