Hysterocrates gigas
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Description
Hysterocrates gigas
Im Herzen der feuchten Regenwälder Kameruns lebt ein Geschöpf, das sich den üblichen Definitionen entzieht – Hysterocrates gigas. Diese Art ist die Verkörperung der wilden und ungezähmten Natur. Sie ist nicht nur eine beeindruckend große (bis zu 20 cm Beinspannweite) und mächtige Altwelt-Vogelspinne, sondern vor allem ein faszinierendes Wunder der Evolution, das die nahezu einzigartige Fähigkeit besitzt, aktiv zu schwimmen und in aquatischer Umgebung zu jagen. Ihre verborgene, unterirdische Lebensweise macht sie zu einem wahren "Gral" für Halter, die die ultimative Herausforderung suchen.
WARNUNG: Art ausschließlich für fortgeschrittene Experten. H. gigas besitzt ein starkes, potenziell medizinisch relevantes Gift, bewegt sich mit unglaublicher Geschwindigkeit und zeichnet sich durch ein hochgradig defensives Temperament aus. Sie erfordert ein Höchstmaß an Erfahrung, Respekt und Verantwortung.
Warum ist Hysterocrates gigas eine außergewöhnliche Wahl für den Experten?
- Semi-aquatische Natur: Die einzige bekannte Vogelspinne, die fähig ist, aktiv zu schwimmen, zu tauchen (sogar für 2 Stunden!) und unter Wasser zu jagen. Ein Paludarium für sie einzurichten, ist der Gipfel der fortgeschrittenen Terraristik.
- Beeindruckende Größe: Eine der größten afrikanischen Vogelspinnen, die eine Beinspannweite von bis zu 20 cm erreicht, mit einem massiven, kräftigen Körperbau.
- Dynamische Färbung: Faszinierender Farbwechsel von samtigem Schwarz nach der Häutung zu rostigem Orange oder Braun vor der nächsten.
- Meisterin des unterirdischen Baus: Eine obligatorisch grabende Art, die tiefe und komplexe Höhlensysteme schafft, die das Zentrum ihrer Welt bilden.
- Temperament der Alten Welt: Ihre Geschwindigkeit und defensive Haltung stellen eine befriedigende Herausforderung für den erfahrensten Halter dar.
- Potenzial zur Gruppenhaltung: Obwohl riskant und nur für Experten, zeigt sie Sozialverhalten, das über bloße Toleranz hinausgeht.
Temperament und Sicherheit – Unverzichtbares Wissen
Der Schlüssel zur sicheren Haltung liegt im Verständnis ihrer defensiven Natur und ihrer Reaktionskette: Flucht (in die Höhle oder ins Wasser) ist die erste Option, ein Angriff – das letzte Mittel.
- Gift: Stark und potenziell medizinisch relevant. Ein Biss ist sehr schmerzhaft und kann schwerwiegende Symptome (starke Schmerzen, Muskelkrämpfe, Schwellungen) verursachen. Sie gilt nicht als tödlich gefährlich für einen gesunden Erwachsenen, erfordert aber absoluten Respekt.
- Geschwindigkeit und Defensivität: Es ist eine extrem schnelle Spinne. Sie besitzt keine Brennhaare. Ihre einzige Waffe ist der kräftige Biss, dem eine Drohgebärde und Stridulation (Zischen) vorausgehen.
- Handhabung: Es wird kategorisch davon abgeraten, diese Art auf die Hand zu nehmen. Alle Tätigkeiten im Terrarium müssen mit einer langen, mindestens 30 Zentimeter langen Pinzette, in einer sicheren Umgebung und unter größter Vorsicht durchgeführt werden.
Haltung im Terrarium – Ein vollständiger Leitfaden
Terrarium – Königreich des Untergrunds
Entscheidend ist die Möglichkeit zum Graben. Das Terrarium sollte viel vertikalen Raum bieten. Für ein erwachsenes Tier wird ein Behälter mit einem Fassungsvermögen von 35-75 Litern mit sehr tiefem Substrat empfohlen.
Eine dicke Schicht feuchtigkeitsspeicherndes Substrat (mindestens 20 cm für ein erwachsenes Tier) ist unerlässlich (Kokosfasern, Torf, Vermiculit). Ein tiefes Substrat ist grundlegend für das Sicherheitsgefühl der Spinne.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit – Simulation des Regenwaldes
- Temperatur: Der optimale Bereich liegt bei 21-28°C.
- Luftfeuchtigkeit: Hoch, im Bereich von 70-85%. Diese Art verträgt keine trockenen Bedingungen. Die beste Methode ist die Aufrechterhaltung eines Feuchtigkeitsgradienten – die tieferen Substratschichten sollten konstant feucht sein (erreicht durch Gießen einer Ecke oder Überlaufen der Wasserschale), während die Oberfläche leicht abtrocknen kann. Eine gute Belüftung ist unerlässlich.
Hinweis zur Hybridisierung
Man sollte sich bewusst sein, dass es im Hobby ein Problem der Hybridisierung innerhalb der Gattung Hysterocrates gibt. Wir bemühen uns, Exemplare aus möglichst reinen Zucht
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