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Amazonius germani

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Description

Amazonius germani (Zitrus-Vogelspinne)

Entdecken Sie Amazonius germani – eine Art, die Züchter weltweit mit ihrer blendenden, fast pfirsichfarbenen Färbung und atemberaubenden Geschwindigkeit begeistert. Sie ist die ideale Wahl für den fortgeschrittenen Hobbyisten oder jemanden, der den nächsten Schritt in der Terraristik machen möchte und eine Spinne mit einem einzigartigen Verhaltensprofil kennenlernen will.

Eine Neu Entdeckte Art: Die Geschichte des Namens

Mit dem Kauf dieser Spinne erwerben Sie ein lebendiges Stück Terraristikgeschichte. Jahrzehntelang war diese Art fälschlicherweise als Tapinauchenius gigas und später als Pseudoclamoris gigas bekannt. Erst eine grundlegende wissenschaftliche Revision im Jahr 2022 etablierte für sie eine neue Gattung und den korrekten Namen – Amazonius germani. Dieses Wissen zu besitzen, ermöglicht es, die riesige Menge an veralteten Informationen im Internet korrekt zu filtern und zeugt von einem bewussten Ansatz zur Haltung.

Morphologisches Profil: Spektakuläre Metamorphose

Einer der größten visuellen Vorteile der Art ist ihre unglaubliche Transformation im Laufe des Lebens:

  • Jungtiere (L1): Unterscheiden sich drastisch von den Erwachsenen. Sie besitzen einen schwarzen Carapax, einen orangen Hinterleib mit einem markanten Muster, das an Tigerstreifen erinnert, sowie orange Beine mit charakteristischen schwarzen "Socken".
  • Erwachsene Tiere: Präsentieren eine einheitliche, leuchtend gelb-orange oder rotbraune Färbung, die ihren Körper und ihre Beine dicht bedeckt und ihnen ein flauschiges Aussehen verleiht.

Bei der Art tritt ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus auf. Weibchen werden 6-7 cm lang (Beinspannweite bis 16 cm) und leben bis zu 18 Jahre. Männchen sind deutlich kleiner und schlanker, verlieren nach der letzten Häutung ihre intensiven Farben zugunsten eines matten Graus und leben nur wenige Monate.

Temperament und Verhalten: "Alte Welt" in der Neuen Welt

Das wichtigste Merkmal von A. germani ist ihre extreme Geschwindigkeit, die von Züchtern als Fähigkeit zur "Teleportation" beschrieben wird. Trotzdem ist ihr Temperament scheu und nicht aggressiv – die primäre Reaktion auf eine Bedrohung ist eine blitzschnelle Flucht. Wichtig ist, dass sie keine Brennhaare besitzt und ihre einzige Form der aktiven Verteidigung ein Biss ist. Das Gift gilt allgemein als schwach und medizinisch unbedeutend. Diese einzigartige Kombination von Merkmalen (Geschwindigkeit, Fehlen von Brennhaaren, schwaches Gift) macht sie zur idealen "Brückenart" für Personen, die die Haltung anspruchsvollerer Spinnen der Alten Welt anstreben.

Vollständiger Leitfaden zur Haltung

Terrarium und Einrichtung

Als streng baumbewohnende Art benötigt sie ein vertikal ausgerichtetes Terrarium. Für ein erwachsenes Tier sind die Mindestmaße 20x20x35 cm. Es ist unerlässlich, vertikale Strukturen wie Korkröhren bereitzustellen, die als Versteck und Ort für den Nestbau dienen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

  • Temperatur: Der optimale Bereich liegt bei 22-28°C. Sie kommt gut mit Raumtemperatur zurecht.
  • Luftfeuchtigkeit: Es ist entscheidend, eine hohe Luftfeuchtigkeit von 70-80% aufrechtzuerhalten.
  • Belüftung: Dies ist ein absolut kritisches Element! Um Luftstau und Schimmelbildung in der feuchten Umgebung zu verhindern, muss das Terrarium über eine ausgezeichnete Querlüftung verfügen.

Fütterung und Zucht

Dies ist eine Spinne mit gutem Appetit und schnellem Wachstum. Jungtiere füttert man 2-3 Mal pro Woche, Erwachsene seltener. Als Futter sollten laufende Insekten wie Heimchen und Schaben dienen. Die Zucht in Gefangenschaft gilt als relativ einfach. Ein Weibchen kann nach erfolgreicher Paarung einen Kokon mit bis zu 150-200 Eiern legen und ist manchmal in der Lage, auch einen zweiten Kokon (sog. sekundären) zu legen.

Amazonius germani in Kürze

Lateinischer Name Amazonius germani
Historische Namen Tapinauchenius gigas, Pseudoclamoris gigas
Herkunft Französisch-Guayana, Brasilien
Lebensweise Baumbewohnend
Giftstärke Schwach
Temperament Sehr schnell, scheu, nicht aggressiv
Brennhaare Fehlen
Lebenserwartung Weibchen bis zu 18 Jahre, Männchen wenige Monate nach der letzten Häutung
Endgröße ca. 16 cm Beinspannweite
Schwierigkeitsgrad Mittelstufe (aufgrund der Geschwindigkeit)

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