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Allopeas gracile

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Description

Allopeas gracile

Stellen Sie sich eine winzige, unermüdliche Armee vor, die im Schutz der Nacht Ihr Terrarium durchstreift und für makellose Sauberkeit sorgt. Allopeas gracile sind sehr kleine, durchscheinende Schnecken, die das Konzept einer Putzkolonne gegen Schimmel revolutioniert haben. Obwohl ihre schlanken, glänzenden Häuschen nur wenige Millimeter lang werden, leisten diese faszinierenden Lebewesen titanische Arbeit und verwerten kontinuierlich das, womit andere Organismen nicht umgehen können. Wenn Sie ein gesundes, vollkommen ausgewogenes, bioaktives Ökosystem schaffen möchten, sind diese kleinen Schnecken dessen wertvollster, verborgener Mechanismus.

Im Gegensatz zu häufig verwendeten Springschwänzen und Asseln dringen Allopeas gracile in die engsten Spalten ein und gehen gnadenlos mit totem Material um. Sie sind zu einhundert Prozent sichere Terrarientiere, die aus unseren geschlossenen, sterilen Zuchten (CB - Captive Bred) stammen, was absolute epidemiologische Sicherheit für Ihre Schützlinge garantiert. Ihre außergewöhnliche Wirksamkeit und ihre minimalen Anforderungen machen sie geradezu ideal für ein Terrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit – von kleinen Behältern für Spinnen bis hin zu großen Terrarien für Amphibien und Reptilien.

Aufgrund der Populationsdynamik und der Erntemethode aus unseren Zuchten versenden wir Individuen zufälliger Größe – von 5 mm bis hin zur Geschlechtsreife (je nachdem, was wir gerade fangen können). Dies stellt sicher, dass Ihr Behälter Tiere in verschiedenen Entwicklungsstadien erhält, bereit für den sofortigen Einsatz und eine schnelle Fortpflanzung.

Merkmal Beschreibung
Lateinischer Name Allopeas gracile
Zielgröße 7 - 12 mm (Gehäusehöhe)
Größe der versendeten Individuen Von 5 mm bis zur Geschlechtsreife (zufällig)
Optimale Temperatur 25 - 30°C
Nahrung Reste von Futterinsekten, verfaulendes Gemüse, Algen, Schimmel, Pilze
Fortpflanzungsart Hermaphroditismus mit Autofekundation (Selbstbefruchtung)

Unermüdliche Reiniger: Fakultative Nekrophagie und Bioturbation

Was Allopeas gracile von einer klassischen Putzkolonne unterscheidet, ist ihre unglaubliche trophische Vielseitigkeit. Diese Schnecken zeigen starke Tendenzen zur fakultativen Nekrophagie – sie sammeln sich gerne um die toten Überreste von Futterinsekten (z.B. Grillen oder Schaben), die oft in die Spalten des Substrats fallen und verrotten. Dank ihrer winzigen Mundwerkzeuge (Radula) lecken sie gefährliche Bakterien, Schimmel und verfaulendes Gewebe ab und verhindern so die Entstehung unangenehmer Gerüche. Darüber hinaus verursacht ihr tägliches Eingraben in das Substrat am Tag und das Auftauchen in der Nacht eine kontinuierliche Mikroturbation des Bodens. Diese natürliche, mechanische Belüftung beseitigt die Bildung anaerober Zonen und rettet zarte Pflanzenwurzeln vor dem Verrotten.

Fortpflanzungsbiologie und außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit

Aus biologischer Sicht sind diese Schnecken perfekte Kolonisatoren. Sie besitzen die Fähigkeit zur Selbstbefruchtung (Autofekundation), was bedeutet, dass nur ein einziges Individuum ausreicht, um die Entstehung einer neuen, gedeihenden Population in Ihrem Terrarium zu initiieren. Sie zeichnen sich auch durch eine faszinierende Entwicklungsplastizität aus – in Zeiten von Nahrungsmangel richten sie ihre gesamte Lebensenergie auf eine beschleunigte Entwicklung und Fortpflanzung, auf Kosten des Erreichens einer geringeren Endgröße. Wenn die Umgebung jedoch reich an Nahrung ist, wachsen sie langsamer, erreichen aber die für diese Art maximalen, beeindruckenden Größen.

Häufigste Fehler und wie man sie vermeidet

  • Fehlen einer externen Kalziumquelle: Schnecken benötigen Kalziumkarbonat, um ihr durchsichtiges Gehäuse zu bauen und Eier zu produzieren. Stellen Sie ihnen immer ständigen Zugang zu zerstoßener Sepiaschale oder speziellem Terrarienkalzium zur Verfügung. Ein Mangel führt zur Verzwergung und zum Aussterben der Kolonie.
  • Extreme Austrocknung des Substrats: Allopeas gracile tolerieren kategorisch keine trockenen Umgebungen. In übertrockneter Erde geraten sie in einen Zustand der Ästivation (Sommerschlaf), verschließen das Gehäuse mit einem schleimigen Epiphragma und können bei drastischem Wassermangel auf der Suche nach Rettung die Wurzelhaare von Pflanzen beschädigen. Sorgen Sie für regelmäßiges Besprühen und eine dicke Schicht feuchter Einstreu.
  • Zu niedrige oder tödlich hohe Temperatur: Die Haltung unter kühlen Bedingungen (unter 20°C) hemmt ihren Stoffwechsel und ihre Fortpflanzung drastisch. Andererseits sind Temperaturen konstant über 35°C für sie tödlich. Halten Sie einen optimalen Bereich von 25-30°C ein.
  • Füttern von harten, frischen Blättern: Werfen Sie ihnen keine harten Eichen- oder Buchenblätter vor und erwarten Sie, dass sie diese fressen. Ihre sehr kleinen Zähne (Radula) nutzen den sogenannten "Fensterfraß" – sie kratzen nur weiche Fäulnis, Algen und verrottendes Pflanzengewebe ab. Überlassen Sie harte Blätter den Asseln!

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